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Die Geschichte und staatliche Kontrolle der Versicherung



Erste schriftlich dokumentierte Funde über Versicherungen gab es bereits 1750 vor Chr. auf einer Stele in Babylon. Dort ging es um eine Haftpflichtversicherung von König Hammurabi. Im alten Rom schlossen sich arme Römer zusammen, um eine Sterbekasse für Beerdigungskosten zu bilden, die "collegia funeratica". Karl der Große verbot 779 die Versicherung einer Gilde, die vor Brand- und Schiffbruch schützte. Im 14. Jahrhundert entstanden in Italien die ersten Seeversicherungen, es waren die ersten kaufmännischen Versicherungen. 1588 schloss man auch in Deutschland eine erste Schiffsversicherung ab. 1583 gab es in England die erste Lebensversicherung, die sich allerdings in keiner Weise mit den Policen von heute vergleichen lässt.

Versicherungsmakler durchleuchten zu aller erst die vorhandenen Versicherungen.

Versicherungen gab es bereits im 17. Jahrhundert, allerdings nur von Privatpersonen, Zünften oder Gilden. In der Mitte des 17. Jahrhunderts entstanden Versicherungsunternehmen, die sich auf Transport- oder Feuerschäden spezialisiert hatten. Unter staatlicher Aufsicht gründeten sich 1676 die Hamburger Feuerkasse, 1718 die Berliner Feuersozietät und 1762 in England die erste moderne Lebensversicherung: Society for Equitable Association on Lives and Surviverships, die bereits auf versicherungsmathematischer Basis arbeitete.

Versicherungen von beweglichen Gütern in Deutschland wurden bis Anfang des 19. Jahrhunderts fast ausschließlich von englischen und französischen Versicherungsunternehmen abgeschlossen. Einen deutlichen Aufschwung erfuhr die Versicherungsbranche in Deutschland nach der Beendigung des deutsch-französischen Krieges und der fortschreitenden Industrialisierung. Ernst Wilhelm Arnoldi gründete 1820 die Gothaer Feuerversicherungsbank, aus der 1827 die Gothaer Lebensversicherungsbank hervorging, die somit die erste deutsche Lebensversicherung wurde. Zu dieser Zeit waren bereits die deutschen Aktiengesellschaften Hauptinhaber von Lebens,- Feuer- und Transportversicherungen.

Aufgrund einer besseren Risikoverteilung gründete man weltweit in der Mitte des 19. Jahrhunderts so genannte Rückversicherungsunternehmen, um die Risiken besser verteilen zu können.
Mitte des 20. Jahrhunderts erweiterte sich das Aufgabengebiet der Versicherungsunternehmen kontinuierlich. Nicht vergessen sollte man die Einführung folgender Versicherungen während der Regierung von Bismarck und Kaiser Wilhelm I: 1883 Krankenversicherung, 1884 Unfallversicherung und 1889 gesetzliche Rentenversicherung.

Da Versicherungen, wie Banken, eine bedeutende Rolle in allen wirtschaftlich gut entwickelten Staaten spielen, unterliegen sie daher der staatlichen Kontrolle. In Deutschland wird dies im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) geregelt. Hier sind Rahmenbedingungen für die Zulassung, Rechtsform, Aufsicht, Kapitalanlagen und Geschäftsbetrieb niedergeschrieben. Die Bundesanstalt für Finanzdienstaufsicht (BAFin) ist die für Versicherungen zuständige Aufsichtsbehörde. Auch in anderen Staaten gibt es ähnliche Kontrollorgane.